Diese “Verfassung” erfüllt die Regeln eines marktgerecht leistungsbezogenen Vergütungssystems. Sie erfüllt keinen Lernzweck — Du lernst kein neues Spiel einzig mit dem Lesen der Spielregeln. Du musst schon spielen, willst Du es lernen.

Wer gerne begleitet lernen möchte, nimmt Kontakt mit uns auf und wir machen einen Workshop mit Euch.

Die Verfassung gibt es auch auf englisch.

Präambel

Diese “Verfassung” definiert Regeln und Vorgehensweisen für das Aufteilen von marktgerechtem Firmeneinkommen zwischen Wert- und oder Leistungserbringern. Die “Unterzeichner” nehmen diese Regeln als formale Gehaltsstruktur für die Organisation an.

Sie ist spezifiziert durch die Umsetzung der “Verfassung” für eine komplette Firma oder den Teil der Firma, über den die Unterzeichner frei bestimmen können. Die Unterzeichner und alle anderen Personen, die zustimmen aktiv an der Führung und/ oder dem Betrieb der Organisation (ihre “Beteiligten”) teilzunehmen vertrauen auf die Befugnisse, die sie gewährt. Sie stimmen zu, sich verbindlich an ihre Pflichten und Einschränkungen zu halten.

Diese “Verfassung” unterliegt einem kontinuierlichen Entwicklungs- und Verbesserungsprozess. Nutze sie als eine Vorlage für Deine eigene Gehalts-System-Verfassung.

Artikel I: Wert und/oder Leistungserbringung

Eine Wert- und/ oder Leistungserbringung ist die zentrale Voraussetzung, um Teil des Vergütungssystem zu sein

1.1 Definition von Wert- und Leistungsgebern

Jede Art von Einbeziehung einer Person, einer Systemkomponente oder einem Bündel aus Personen und Systemkomponenten kann als Wert und/oder Leistungsgeber verstanden werden. Er beinhaltet einen oder mehr der folgenden Punkte:
  • (a) eine “Bezeichnung”, für Personen typischerweise der Name und, wenn nötig, ein eindeutiges Merkmal. Für alles andere ist es ein beschreibender Ausdruck wie bspw. Vertrieb, Umsetzung, Marketing etc.
  • (b) der “Prozentanteil” der seinen/ihren/sein Wert- | Leistungs-Beitrag im Verhältnis zu seinen/ihren direkten nachbarn benennt. Die Summe aller Beiträge im selben Knoten ergibt immer 100%
  • (c) Einen Eltern-Konten (zumindest zum Wurzelknoten “Company”)
  • (d) So viele Kinder-Knoten wie nötig.

1.2 Verantwortung von Wert- | Leistungs-Gebern

1.2.1 Die Umgebungszusammenhänge aufzeigen
Wir nutzen Wert- | Leistungs-Geber, um die erzeugten Wert- und Leistungsbestandteile für die Firma zu beschreiben. Sie zeigen auf, wie die Entgeltbalance funktioniert und warum wir sie so machen.
Die Verteilung geht als Wurzel von der Firma aus. Die Belegschaft bildet die Blätter, die Energie in den Baum einbringt. Die sachlichen Knoten zwischen Wurzel und Blättern zeichnen den Stamm sowie die Äste und Zweige. So können wir jeden benötigten Detailgrad beschreiben.
1.2.2 Wertstrom
Abgestimmt mit allen anderen Wert- | Leistungs-Gebern zeigt und akzeptiert jeder einzelne Geber seinen Einkomensanteil als individuell prozentual gewichteten Anteil.
Personen bilden die Blätter. Dieselbe Person kann als Blatt an mehreren Ästen und Zweigen hängen. Das Gesamteinkommen eines menschen bildet sich aus der Summe aller einzeln mit seinem Namen beschriebenen Blatt-Einkommen.

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Artikel II: Marktgerecht

Das Einkommen ist direkt an die Dynamik des wirtschaftlichen Erfolgs der Firma gekoppelt

Das verteilte Geld hängt unmittelbar von den durch die Firma generierten Erlösen ab. Nach dem Abzug aller weiteren Aufwände wie bspw. Material, Miete, Kredite, Strom, Heizung, Rücklagen, Rückstellungen, Dividenden etc. stellt der Restbetrag die Summe da, die das Unternehmen auszahlen kann. Das führt zu verschiedenen Konsequenzen:

  • Der Betrieb gibt nie mehr Geld aus, als er verdient.
  • Einkommen wird dynamisch.
  • Alle Beschäftigten entwickeln natürlich unternehmerische Denkmuster.
  • Das Einkommen jeder Person verbindet direkt ihren Beitrag mit der Marktreaktion auf die Gesamtleistung.
  • Kooperation überstimmt Eigennutzenoptimierung.

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Artikel III: Kassentransparenz

Jeder menschliche Wert- | Leistungs-Geber hat offenen Einblick in die wirtschaftlichen Wertströme

Um allen die verbessernde Einflussnahme auf ihren Beitrag zu ermöglichen, können alle sehen, wohin die Gelder fließen. Die Firma bereitet die Zahlen aussagekräftig und verständlich auf.

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Artikel IV: nicht-manipulierbare Dokumentation

Alle Einkommensbezogenen Informationen dokumentiert der Betrieb offen. Jede/r menschliche Wert- | Leistungs-Geber sieht wer welche Information verändert.

Die Wert- | Leistungs-Kaskade, das gezahlte Einkommen und die vorgenommenen Veränderungen und wer sie vornahm dokumentiert die Firma unter Nutzung von nicht-manipulierbaren Computersystemen. So minimieren wir Missbrauch.

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Artikel V: Mitgestaltung

Alle betroffenen Personen entscheiden mit

Es sind Systeme, Gremien und Prozesse etabliert, die es jeder/m Beteiligten ermöglichen, Prozesse, Strukturen und die Weiterentwicklung der Organisation zu beeinflussen. Niemand kann ohne die Einbeziehung sowie Zustimmung aller Betroffenen die Wert | Leistungs-Kaskade verändern.

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